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"Ich bleibe"

Durch die Nacht mit dumpfem Ra­uschen
Treibt vor­bei des Stromes Wut;
Und mit träumerischem Lauschen
Starr' ich auf die dunkle Flut.
Schattenhafte Kähne wallen
Mir vorbei, in Nacht hinein;
Liebe Stimmen fern verhallen; -
Und die Strömung tönt allein.

Nacht in Sachsen, dunkle Flut und  Sturmes Wut stärken deine Todeswunden, wenn die seligste der Stunden, welche Kronen auf der Wage hat, meinem Sterbebette naht, wo die jungen Geister meiner Brüder unter Blumen spielen, süße Lieder in die Lauten singen, jung und schön und zwischen Engeln um mich stehn 017

Und verlassen heb ich meine
Augen schmerzbethaut empor:
Da entschwebt mit hehrem Scheine
Ein Gestirn dem Wolkenflor;
"Sieh, ich bleibe!" winkt sein Auge.
Und die bange bange Seele zieht
Auf zu diesem treuen Auge, Auge, -
Wie ein Kind zur Mutter flieht.

Gestirn dem Wolken über Sachsen beschatte mich, mit linden, stillen Flügeln, Geister meiner Sünden, nahet euch dem Sterbelager nicht, wo mein schwimmend Auge bricht 420

Wenn dereinst des Todes Grauen
Dieses Herz umspült und bricht,
Laß noch einmal dich erschauen
Ueber Wassern, süßes Licht,
Bis den letzten Liebesfunken,
Der in meinem Auge scheint,
Deine Blicke aufgetrunken
Und dem Sternenglanz vereint.

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Quelle:
Ich bleibe - Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894

Sachsen-377


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